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Jahresbericht 2009 der Seniorenriege

Wie es bei Geburten leichte und weniger leichte gibt, so geht das manchmal auch beim Vorstandswechsel in der Seniorenriege zu.

Nachdem ich sozusagen als letzte Lösung übrig blieb, konnte ich am Altjahrshöck meinen Vorgänger von der weiteren Suche erlösen. Der Kassier als Zweiter im Bunde wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Glück.

Am 09.02 2009 war dann mein physischer Antritt als Obmann für die nächsten zwei Jahre. Kaum im Amt galt es den Badeplausch zu organisieren. Am 09. 03. waren 19 Wasserratten und 5 Jasser im Worbenbad anzutreffen. Erstere erhielten von einer fitten und charmanten Dame eine Lektion Wassergymnastik, für die Jasser konnte leider keine Kapazität gefunden werden, so dass sie wahrscheinlich noch auf dem gleichen Niveau weiterjassen. Zum Abschluss wurde wie immer für das leibliche Wohl gesorgt: Bratwurst  und Riz Casimir.

Zwei Monate später war schon Zeit für den Maibummel. Auch hier gab es zwei Sektionen: die Wetterfesten und Wanderfreudigen, sowie die ausschliesslich technisch Orientierten. Erstere fuhren mit dem Poschi nach Seedorf und wanderten über Wiler – Rotholz – Spins der Galvaswiss entgegen. In Spins wurde die Verdunstungausgeglichen und der Weinberg Rebmatt bestaunt. Mit den letzten Sonnenstrahlen vereinten wir uns mit dem grossen Rest der Teilnehmer.  Nach dem Betriebsrundgang trafen wir uns in der Kantine zum zweiten Teil. Geschnetzeltes mit Teigwaren, Roten oder Weissen und für die Hopfenfanatiker kühles Bier. Das alles offeriert von der Geschäftsleitung der Galvaswiss AG Aarberg.

Herzlichen Dank für die noble Geste.

Mit Riesenschritten gingen wir dem seeländischen Turnfest entgegen. Eine Anzahl von unserer Riege waren schon einige Zeit aktiv, das Gros konnte dann an verschiedenen Abend- und Tageseinsätzen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Mit der gütigen Mithilfe von Petrus war das Turnfest ein toller Erfolg. Soweit ich  feststellen konnte, funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen Seedorf und Aarberg reibungslos. Es war eine Freude mitzumachen. Den Chrampfern aus unserer Riege ein grosses Merci.

Zur Erholung von diesem Event kam die Turnfahrt  am 6. Juli gerade recht. Unser Ziel war der Neuenburger Jura mit seinen landschaftlichen Schönheiten. Die Technikfreaks kamen im Uhrenmuseum in Le Locle und die Nostalgiker in den unterirdischen Mühlen von Col de Roches auf ihreRechnung. Hier verweise ich auf den ausführlichen Reisebericht. Der Berichterstatter kann seine Affinität zur Qualitätssicherung nicht verleugnen, schonungslos wurden Schwachstellen benannt und Verbesserungspotentiale aufgezeigt.

Der Vorstand ist glücklich, das Audit bestanden zu haben und gelobt bis zum nächsten Mal alle Unzulänglichkeiten zu beheben.

In den Sommerferien ruhte unser Turnbetrieb.Die Hartgesottenen trafen sich wie immer in der Badi, manche – so wurde mir berichtet – massen sich mit den Jüngeren im Volleyballspiel und den Abend liess man im Garten der „Sonne“ bei einem kühlen Bier ausklingen (oder gab es auch Weissen) ?

Kaum war der Turnbetrieb wieder aufgenommen, wurden die „Werktätigen vom Turnfest“ zu einem Abschlussessen ins Festzelt nach Lyss eingeladen. Dazu sagen wir herzlichen Dank.

Am Turnprogramm unserer Leiter kann es nicht gelegen haben, dass die Beteiligung in dieser Zeit den ersten Tiefpunkt erreichte. 15 oder 16 Mann pro Abend sind wahrlich kein Aufsteller. Der nötige Appell verhallte nicht ganz ungehört, es kamen wieder deutlich über 20 zum Turnen.

Dazwischen war mit 43 Anwesenden am 12. Oktober der Jahrespic zu verzeichnen. Kein Wunder, haben doch 13 Geburtstagskinder zum Fest geladen. Nach der Devise: Nobel geht die Welt zugrunde, begann der Abend mit kanadischem Wildlachs zum Apero, mit einem Tropfen aus der neuen Welt. Zum Hauptgang servierten uns die guten Geister Chüngelirollbraten und zum Dessert gab es Meringue oder Fruchtsalat, wie immer, exzellent zubereitet von Gottlieb Gerber und seiner Crew. Eine kleine Fraktion blieb beim Weissen, der Rest genoss einen schönen Roten aus dem Wallis.

Den Financiers dieses Abends nochmals ein grosses Dankeschön.

Früher war es nur bei den Autos bekannt, seit einigen Jahren greifen auch wir Menschen darauf zurück: Austauschkomponenten. Peter Schöni liess sein Fahrwerk reparieren. Dass dafür Paul und Willi in die Presche sprangen und die Aufgaben teilten, möchte ich an dieser Stelle gebührend verdanken.

Für die Zahl derer in unserer Riege, welche mit zunehmendem Alter mit dem Turnen Mühe bekunden, aber dennoch mit Gleichgesinnten den Kontakt pflegen möchten, haben wir versuchsweise eine monatliche Mittwochzusammenkunft ins Leben gerufen. Ein wenig Bewegung in der frischen Luft und viel Zeit zum „Brichten“ ist das Motto. Dazu sind auch diejenigen eingeladen, welche Schicksalsschläge zu verarbeiten haben.

Das Angebot wurde bis jetzt unterschiedlich angenommen, es ist aber auch zu früh, um eine definitive Wertung abzugeben.

Mit Riesenschritten ging es dem Jahresende entgegen. Nachdem wir am 14. Dezember unsere letzte Turnstunde hatten, kann ich auf mein erstes Jahr als Obmann der Riege zurückblicken.

Ich stelle mit Genugtuung fest, dass mit einem Austritt und einem Eintritt die Mitgliederzahl gehalten werden konnte. Erfreulicherweise hatten wir auch keinen Todesfall zu verzeichnen.

Dass einige unter uns sich einer Operation unterziehen mussten, nun, das Alter fordert auch bei uns seinen Tribut. Mit einer Portion Glück und viel Willen lassen sich aber auch diese Episoden meistern.

Für die Statistiker unter uns noch ein paar Zahlen zum verflossenen Jahr.

Wir trafen uns 42 mal. Zieht man Hauptversammlung, Badeplausch, Maibummel, Turnfahrt, Geburtstagsfest und Altjahrshöck ab, so verbleiben 36 mal Turnen in der Halle. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl betrug dabei 20.07 Mann. Der Tiefpunkt liegt bei 15 Anwesenden, die höchste Zahl war 43  – wen wundert`s –beim Geburtstagsfest zu verzeichnen.

Die Präsenz der einzelnen Mitglieder könnte unterschiedlicher nicht sein. Sie reicht von nahezu Null bis 98 %. Nachfolgend die „Spitzenreiter“:

1 mal gefehlt: Kohler Fred

2 mal gefehlt: Hänni Paul,

5 mal gefehlt: Bart Walter, Sauser Hans und Widmer Hans.

Zum Schluss des Jahres möchte ich noch danken. Allen voran unseren Vorturnern, die uns Montag für Montag ein abwechslungsreiches Programm bieten und meinem Sekretär/Kassier für die Unterstützung.

Für 2010 wünsche ich mir für Alle ein möglichst beschwerde- und unfallfreies Jahr, sowie ein kameradschaftliches Zusammensein unter Gleichgesinnten.

Euer Obmann

H.A. Haslinger

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